Grundmodul für Forstbetriebsgemeinschaften

Konzeption

Dieses Programm dient der umfassenden Abwicklung aller Geschäftsvorfälle, die in den Geschäftsfeldern Vermittlung, Handel und Dienstleistung  im Zusammenhang mit Rundholz anfallen.

Es ist Dreh- und Angelpunkt im Workflow des Anwenders. Um dem gerecht zu werden, verfügt das Programm über vielfältige Import- und Exportschnittstellen, die je nach Bedarf problemlos ergänzt werden können.

Beim Datenimport liegt dabei der Schwerpunkt auf dem Import der Rundholzdaten aus mobilen Datenerfassungsgeräten und Werksvermessungsprotokollen, beim Datenexport zu Schnittstellen von Finanzbuchhaltungen und bei individuellen Auswertungen in die Produkte der Office-Familie. Integriert wurde u.a. die GIS-Anwendung Waldinfoplan und Geomail der Firma Forstware Informationssysteme.

Das  Programm ist mandantenfähig, innerhalb eines Mandanten werden die Geschäftsvorfälle nach Wirtschaftsjahren abgelegt.

Erforderliche Mobilität kann mittels Datenbankreplikation unterstützt werden. Unterschiedliche Zugriffsrechte sind in der Benutzerverwaltung mit Kennwörtern einstellbar (Abbildung 1).

Abbildung 1

Der Zugriff auf die auf einer Bildschirmseite erforderlichen Stammdaten ist ohne Verlassen der aktuellen Bildschirmseite entweder über die Menüleiste oder das Lupen-Symbol möglich.

Technologie

Das Programm EuroForst ist eine 32-Bit-Datenbankanwendung für alle Betriebssysteme von Microsoft. Als Datenbanken können wahlweise ACCESS oder SQL-Server eingesetzt werden.

Das Programm hält sich an die Windows-Standards und bietet, wo erforderlich, eine Werkzeugleiste. Die Bedienung des Programms mit Tastatur und Maus folgt ebenfalls den Windows-Konventionen. Zu tabellarischen Darstellungen der Daten kann mit einem Klick der rechten Maustaste in die gelbe Spaltenüberschriftenzeile ein Kontextmenü aktiviert werden.

Abbildung 2

Es ermöglicht die individuelle Anpassung der Tabelle hinsichtlich Sichtbarkeit, Breite, Bezeichnung und Reihenfolge der Spalten. Dieses Layout wird unter einem frei wählbaren Namen benutzerabhängig gespeichert. Sortier-, Filter- und Exportfunktion werden ebenfalls angeboten. Der Druck der Tabelle, wie vom Anwender am Bildschirm gestaltet, ist implementiert.

Projektverwaltung

Betreibt eine Forstbetriebsgemeinschaft neben dem Geschäftsfeld Vermittlung auch Eigenhandel wird die Rundholzbeschaffung im Programm mittels Projekten dargestellt und mit den vertragsrelevanten Vereinbarungen erfasst. Alle mit einem Projekt verbundenen Aufgaben können von dieser Ebene aus erledigt werden.

Monatliche Fm-Summen der Übernahmen, Lieferungen und Abrechnung zeigen Verlauf und aktuellen Stand eines Projekts.

Abbildung 3

Diverse Voreinstellungen zum Projekt minimieren dabei den Erfassungs- und Kontrollaufwand. Die korrekte Einstellung der Organisationsstruktur des Lieferanten und der vereinbarten Abrechnungsmodalitäten tragen ebenso wie die EK-Preis-Tabellen dazu bei, Fehler bei der Belegerstellung zu minimieren.

Einkaufspreise

Hier werden die vereinbarten sortimentsbezogenen Einkaufspreise zu diesem Projekt hinterlegt, wahlweise kann auf allgemeingültige Preistabellen verwiesen werden. Kopierfunktion und Standardsortimentstabellen erleichtern Anlage und Pflege der jeweiligen Preistabelle.

Abbildung 4

Holzwerbung

Hier können die an der Holzwerbung beteiligten Subunternehmer oder eigenen Mitarbeiter bzw. Maschinen als Voreinstellung hinterlegt werden. Ist das Werksmaß als Abrechnungsgrundlage vereinbart, wird bei der Datenerfassung bzw. Datenimport automatisch die korrekten Holzmengen für die Abrechnung der Subunternehmer zur Verfügung gestellt.

Abbildung 5

Die Rundholzerfassung kann zum einen über die Tastatur (Abbildung 6 u. 7) oder über Datenimport (Abbildung 8) erfolgen. Wichtig hierbei ist bei freigeschalteter Projektverwaltung das jeweilige Geschäftsfeld.

Abbildung 6
Abbildung 7

Holzarten, Rindenstatus, Sorte, Güte, automatischer Rindenabzug können in Stammdaten verwaltet werden.

Um allen Bedürfnissen der Praxis gerecht zu werden, können zu einer Holzliste Waldmaß, Werksmaß und Schätzmengen erfasst werden; sämtliche Eintragungen in der unteren Hälfte der Abbildung 4 können für jede Zeile der Tabelle modifiziert werden.

Abbildung 8

Holzabfuhr und Transportlogistik

Für die Bewältigung der damit einhergehenden Aufgaben ist die Anbindung und der Datenaustausch mit geografischen Informationssystemen (GIS) elementar.

Standardmäßig bietet das Programm Schnittstellen zur Top50 bzw. Top10, Geomail und Waldinfoplan. Schnittstellen zu NavLog, WebLine und Navigationssystemen sind in Vorbereitung.

Die geografischen Koordinaten zum Polter können über mobile Erfassungsgeräte mit GPS-Empfänger erfasst oder direkt auf der jeweiligen Karte ermittelt werden. Die Speicherung im Programm erfolgt  – in Abhängigkeit vom jeweiligen GIS – in der Polterverwaltung.

Für die Vorgehensweise ist es völlig unerheblich, ob die Lieferung frei Werk oder frei Wald erfolgt und hat nur Auswirkung auf die Bereitstellung der entsprechenden Holzdaten zur Abrechnung der Fuhrunternehmerleistungen.

Im Programm EuroRundholz legt der Anwender auf Polterbasis fest, ob für diesen die Disposition erfolgen soll.

Waldlager

Im Waldlager wird projektübergreifend das zur Abfuhr bereitgestellte Holz angezeigt, für das noch keine Abfuhranweisung oder Bereitstellungsanzeige erstellt wurde. Die Zuordnung zu Vorverträgen bzw Käufern und Werkseingangsnummern wird zweckmäßiger Weise hier vorgenommen.

Holzabfuhr

Die Erstellung einer Abfuhranweisung oder Bereitstellungsanzeige erfolgt mittels eines Assistenten. Zu jedem Polter einer Abfuhranweisung können die Lieferscheine bzw. Rückmeldungen oder Werksvermessungsprotokolle erfasst werden. Die Spalte „abgefahren am“ steuert den Abfuhrstatus des Polters nach offen, teilabgefahren und abgefahren und ermöglicht einen genauen Überblick über den Stand der Abfuhr.

Abbildung 10

Mittels einer integrierten Karten- und Bilderverwaltung können zum Transportauftrag im GIS erstellte Karten und Bilder – auch von Handys – verwaltet und gedruckt werden. (Abbildung 11)

Auf der Karte selbst können erforderliche Ergänzungen vorgenommen werden, z.B. die Kennzeichnung der geeigneten An- und Abfahrtswege.

Abbildung 11
Abbildung 12

Offene Bestände

Eine Übersicht über die noch abzurechnenden Holzmengen in den unterschiedlichen Abrechnungsarten erhalten Sie unter dem Menüpunkt „Offene Bestände“, wie in Abbildung 10 dargestellt.

Abbildung 13

Hier wählen Sie die abzurechnenden Lose aus indem Sie diese in die untere Tabelle verschieben. Es können auch nur einzelne Stämme oder Polter aus einem Los in die Abrechnung übernommen werden, indem in das Nummernbuch verzweigt wird, die gewünschten Stämme markiert und in die Auswahl übernommen werden.

Dann starten Sie die Belegerstellung, durch die Sie ein Assistent führt.

Belegerstellung

Über den Belegtyp kann hier z.B. dem System mitgeteilt werden, dass nun eine Abschlagszahlung erstellt werden soll, deren weiter Verrechnung dann im Typ Endabrechnung möglich ist.

Für jede Abrechnungskategorie sind Preis- bzw. Tariftabellen im Programm hinterlegbar. Für den Einkauf die vereinbarten Einkaufspreise zum Projekt, für den Verkauf die Verkaufspreise zu den Vorverträgen und für die Subunternehmerabrechnung die Sätze in der Tarifverwaltung.

Die hinterlegten Preise und Tarife sind in der Belegerstellung überschreibbar.

Abbildung 14

Journale und Offene Posten

Journalführung, Liste der Offenen Posten und Ausgleich der Offenen Posten durch  Scheckdruck sind im Programm implementiert. Schnittstellen zu Finanzbuchhaltungen können entsprechend den Anforderungen eingerichtet werden.

Abbildung 15

Neben umfangreichen Statistiken über Einkauf, Verkauf, Holzwerbung und die Deckungsbeitragsrechnung gibt es Exportfunktionen zu den Produkten der Office-Familie für individuelle Auswertungen. Eine Auswertung des Einkaufs hinsichtlich zertifizierten Holzes ist möglich.

Abbildung 16

Weiterhin ist eine Lagerbestandsbewertung (Abbildung 17) integriert. Hier können Bewertungen zu einem Stichtag gespeichert, zu einem späteren Zeitpunkt wieder geladen und aktualisiert werden.

Abbildung 17

Eine umfangreiche Stammdatenverwaltung ermöglicht weitestgehende Flexibilität für individuelle und regionale Anforderungen. Anpassungen an die Veränderungen am Holzmarkt sind ebenfalls problemlos möglich.

Abbildung 18

Die Adressverwaltung ist mit umfangreichen Selektionsmöglichkeiten für Serienbrieffunktionen und Adressetikettendruck versehen. Bei Holzlieferanten kann Zertifikat und Zertifikats-Nummer für die Auswertung angegeben werden.

Abbildung 19

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